| Betriebe sollen Saison-Kurzarbeitergeld beantragen | |
Wegen des Wetters müsse heute kein Bauarbeiter, kein Landschaftsgärtner, Dachdecker oder Gerüstbauer in Berlin auf die Straße gesetzt werden. „Wenn die Winter-Aufträge ausbleiben, zahlt die Bundesagentur für Arbeit die Löhne und Gehälter – vorausgesetzt, der Betrieb hat das ‚Saison-Kug’ beantragt“, sagt Strobel. Von der „Lohn-Winterbrücke“ profitierten insbesondere auch die Chefs. „Sie brauchen qualifizierte und eingearbeitete Mitarbeiter nicht kündigen, die im Frühjahr bei vollen Auftragsbüchern wieder benötigt werden“, so der IG BAU-Bezirksvorsitzende. Das „Saison-Kug“ können laut IG BAU alle Firmen aus dem Baugewerbe, dem Dachdeckerhandwerk, dem Gerüstbau sowie dem Garten- und Landschaftsbau unter Berücksichtigung von Arbeitszeitguthaben beantragen. „Jeder Beschäftigte erhält dann von Dezember bis März ein Ausfallgeld von 60 Prozent des Nettolohns, Arbeitnehmer mit mindestens einem Kind 67 Prozent. Im Gerüstbau hat die Schlechtwetterzeit sogar schon am 1. November begonnen. Bis auf einen kleineren Betrag zu den Sozialabgaben entstehen den Betrieben keine zusätzlichen Kosten“, so der Gewerkschafter.
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| Vorsicht vor Asbest bei Sanierungen in Berlin | |
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IG BAU: Hausbesitzer sollen mit Amt für Arbeitsschutz zusammenarbeiten
"Luftdicht versiegelt ist Asbest selten eine Gefahr. Aber beim Abriss oder Umbau werden die feinen Fasern aufgewirbelt. Mit Pech reicht da schon ein einziger Atemzug, um dann nach Jahren an Asbestose, Lungen- oder Kehlkopfkrebs zu erkranken", sagt Erhard Strobel. Der Gewerkschafter empfiehlt Hausbesitzern in Berlin die Zusammenarbeit mit dem Amt für Arbeitsschutz: "Wer vor Beginn der Bauarbeiten die Behörden informiert, ist auf der sicheren Seite. Um letzte Zweifel zu beseitigen, reicht ein kurzer Baustellen-Check in den meisten Fällen schon aus. An dieser Stelle besonders vorsichtig zu sein, kann im Extremfall Leben retten." Für die Entsorgung der krebserregenden Fasern gebe es Spezialfirmen mit besonders geschultem Personal, betont Strobel. Und wenn Asbest in der Luft liegt, seien Schutzkleidung und Atemmaske ein Muss. Allein im letzten Jahr erkrankten nach Angaben der Berufsgenossenschaften 132 Menschen in Berlin an Krankheiten, die durch Kontakt mit Asbest hervorgerufen wurden, davon 45 im Baugewerbe. 15 Bauarbeiter in Berlin starben an Asbestose. |
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| IG BAU Berlin: 65 Euro Lohnplus ab letztem Monat | |
| Landschaftsgärtner in Berlin bekommen mehr Geld
Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Berlin freut sich besonders über den überdurchschnittlichen Lohnanstieg beim Landschaftsgärtner-Nachwuchs: "Bei den Berliner Azubis steigen die Löhne sogar um vier Prozent. Das ist das richtige Signal an den Nachwuchs. Nur mit einer attraktiven Bezahlung können junge Menschen für den Beruf gewonnen werden." Nach Angaben der IG BAU bekommen volljährige Azubis im ersten Lehrjahr ab sofort vier Prozent mehr, das macht insgesamt 525 Euro (bisher:505 Euro) in den östlichen Stadtteilen und 560 Euro (bisher: 540 Euro) in West-Berlin. Die Ausbildungsvergütung für das zweite Lehrjahr steigt um 25 Euro auf 630 im Osten der Stadt und auf 675 Euro im Westen. Im dritten Jahr kann der Nachwuchs dann mit 705 Euro (bisher 680 Euro) in den östlichen Stadteilen und 760 Euro (bisher: 730 Euro) in West-Berlin rechnen. |
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| KfW fördert "Altersgerechtes Umbauen" nur noch bis zum Jahresende | |
| Letzter Aufruf für Hausbesitzer in Berlin: Jetzt Fördergelder für Senioren-Wohnungen beantragen
"Eine Wohnung ohne Schwellen, mit breiten Türen, durch die später auch Rollator oder Rollstuhl passen, Haltegriffe im Bad, eine ebenerdige Dusche – das sind wichtige Umbaumaßnahmen, mit denen man die Wohnung perfekt fürs eigene Alter umrüstet", sagt Erhard Strobel. Für den Bezirksvorsitzenden der IG BAU Berlin ist das seniorengerechte Sanieren "ein Stück Altersvorsorge". Es gehe darum, möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen zu können und diese nicht schon früh gegen einen Heimplatz tauschen zu müssen. "Man kann nur mit dem Kopf schütteln, dass die Bundesregierung den altersgerechten Umbau künftig nicht mehr fördern will und jetzt den Geldhahn einfach zudreht", so Erhard Strobel. Dies sei eine "staatliche Milchmädchenrechnung". Denn die späteren Heimkosten kämen den Sozialkassen enorm viel teurer. Die IG BAU rät Berliner Haus- und Wohnungsbesitzern, mit dem seniorengerechten Sanieren nicht länger zu warten. Wer mit staatlicher Unterstützung umbauen wolle, müsse sich beeilen und rasch einen Antrag stellen. Die Zinskonditionen starten, so die IG BAU, derzeit bei effektiv einem Prozent. Alternativ zu Krediten hätten private Antragsteller auch die Möglichkeit, einen Zuschuss zu bekommen. Die Höhe des Zuschusses liege bei fünf Prozent der förderfähigen Kosten – maximal jedoch bei 2.500 Euro. Üblicherweise dauere die Bearbeitung eines Kredit- oder Zuschussantrags bei der KfW fünf bis zehn Arbeitstage. Dazu komme noch einmal die Bearbeitungszeit der eigenen Hausbank, bei der ein Antrag auf einen Kredit gestellt werden müsse. Zuschüsse könnten bei der KfW direkt beantragt werden, so die IG BAU Berlin. "Da zum Jahresende ein ‚Run auf die Förderung' zu erwarten ist, sollten Eigenheimbesitzer den vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Originalantrag möglichst bald zur KfW schicken. Er muss spätestens am 16. Dezember dort eingegangen sein", so Erhard Strobel. Mehr zur Förderung des altengerechten Umbaus finden Eigenheimbesitzer im Internet. Dort sind auch die Anträge zu finden. Und zum KfW-Zuschuss: http://www.kfw.de/kfw/de/Inlandsfoerderung/Programmuebersicht/Altersgerecht_Umbauen_-_Zuschuss/index.jsp |
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| Aufbewahrungsfrist für Lohnunterlagen läuft aus | |
Renten-Check für ehemalige DDR-Beschäftigte in Berlin Die Rentenuhr tickt – noch bis zum Jahresende: Beschäftigte in Berlin sollten in den nächsten Wochen ihren Rentenanspruch überprüfen. Darauf hat die IG BAU Berlin hingewiesen. Hintergrund der Aufforderung: Zum Jahreswechsel endet die Aufbewahrungsfrist für Lohnunterlagen aus ehemaligen DDR-Betrieben.
Erhard Strobel verweist darauf, dass zu einem vollständigen Rentenbescheid auch die Beitragsjahre vor der Wende gehören. „Nur ein komplettes Rentenkonto bringt auch die volle Rente. Wer hier schludert, verliert unnötig Geld“, so Strobel. Nach Informationen der IG BAU sind bei der Deutschen Rentenversicherung noch über 280.000 Rentenkonten von ehemaligen DDR-Bürgern unvollständig – das entspricht einem Anteil von mehr als zehn Prozent. Strobel appelliert auch an die Versicherten, die ihre Unterlagen bereits vollständig zu Hause liegen haben: „Es kann immer mal passieren, dass man nach einem schweren Unfall zum Pflegefall wird. Wenn die Formulare dann in der eigenen Schreibtischschublade einstauben, nützt einem das herzlich wenig. Die Papiere müssen zu den Sachbearbeitern – und das möglichst schnell“, empfiehlt der IG BAU-Bezirksvorsitzende. |
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