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Betriebe sollen Saison-Kurzarbeitergeld beantragen

Jobs in Berlin winterfest machen

„Die Draußen-Jobs winterfest machen - und so Entlassungen bei Eis und Frost vermeiden", fordert Erhard Strobel. Der Bezirkschef der IG BAU Berlin appelliert an die heimischen Unternehmer, im Winter das Saison-Kurzarbeitergeld („Saison-Kug") zu nutzen.Jobs winterfest machen: Wenn in den kommenden Wochen auf den Baustellen in Berlin wegen Eis und Schnee nichts mehr geht, sollen Betriebe auf witterungsbedingte Kündigungen verzichten. Das hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt gefordert. „Das sogenannte Saison-Kurzarbeitergeld (kurz: ‚Saison-Kug’) bietet Firmen eine ideale ‚Winterbrücke’ um Beschäftigte während der Kälteperiode trotz mauer Auftragsbücher zu halten“, sagt der Vorsitzende des IG BAU-Bezirksverbandes Berlin, Erhard Strobel. „Bereits im letzten Winter haben 132 Betriebe in Berlin das Motto ‚Trotz Frost kein Frust’ ernst genommen und im Dezember vergangenen Jahres das Saison-Kurzarbeitergeld beantragt.“

Wegen des Wetters müsse heute kein Bauarbeiter, kein Landschaftsgärtner, Dachdecker oder Gerüstbauer in Berlin auf die Straße gesetzt werden. „Wenn die Winter-Aufträge ausbleiben, zahlt die Bundesagentur für Arbeit die Löhne und Gehälter – vorausgesetzt, der Betrieb hat das ‚Saison-Kug’ beantragt“, sagt Strobel. Von der „Lohn-Winterbrücke“ profitierten insbesondere auch die Chefs. „Sie brauchen qualifizierte und eingearbeitete Mitarbeiter nicht kündigen, die im Frühjahr bei vollen Auftragsbüchern wieder benötigt werden“, so der IG BAU-Bezirksvorsitzende.

Das „Saison-Kug“ können laut IG BAU alle Firmen aus dem Baugewerbe, dem Dachdeckerhandwerk, dem Gerüstbau sowie dem Garten- und Landschaftsbau unter Berücksichtigung von Arbeitszeitguthaben beantragen. „Jeder Beschäftigte erhält dann von Dezember bis März ein Ausfallgeld von 60 Prozent des Nettolohns, Arbeitnehmer mit mindestens einem Kind 67 Prozent. Im Gerüstbau hat die Schlechtwetterzeit sogar schon am 1. November begonnen. Bis auf einen kleineren Betrag zu den Sozialabgaben entstehen den Betrieben keine zusätzlichen Kosten“, so der Gewerkschafter.
Vorsicht vor Asbest bei Sanierungen in Berlin

IG BAU: Hausbesitzer sollen mit Amt für Arbeitsschutz zusammenarbeiten
Vorsicht vor Asbest bei Sanierungen in Berlin

Gefahr in der Luft: Bei der Asbest-Beseitigung sollten Hausbesitzer mit dem Amt für Arbeitsschutz zusammenarbeiten. Darauf hat die IG BAU hingewiesen. Für Bauarbeiter sei der Atemschutz dann ein MussGefahr in der Luft: Wer bei Sanierungs- und Abrissarbeiten in Berlin die Asbest-Gefahr aus den Augen verliert, geht ein hohes Risiko ein. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt Berlin hingewiesen. "Zwar ist Asbest seit 1993 verboten. Aber die überwiegende Zahl der Häuser, die in Berlin jetzt saniert werden, sind älter. Ob in Nachtspeicherheizungen, Abdeckplatten oder im Bodenbelag – krebserregende Asbestfasern sind bei diesen Gebäuden nach wie vor eine große Gefahr für Bauarbeiter, aber auch Hausbesitzer", warnt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Berlin, Erhard Strobel.

"Luftdicht versiegelt ist Asbest selten eine Gefahr. Aber beim Abriss oder Umbau werden die feinen Fasern aufgewirbelt. Mit Pech reicht da schon ein einziger Atemzug, um dann nach Jahren an Asbestose, Lungen- oder Kehlkopfkrebs zu erkranken", sagt Erhard Strobel. Der Gewerkschafter empfiehlt Hausbesitzern in Berlin die Zusammenarbeit mit dem Amt für Arbeitsschutz: "Wer vor Beginn der Bauarbeiten die Behörden informiert, ist auf der sicheren Seite. Um letzte Zweifel zu beseitigen, reicht ein kurzer Baustellen-Check in den meisten Fällen schon aus. An dieser Stelle besonders vorsichtig zu sein, kann im Extremfall Leben retten."

Für die Entsorgung der krebserregenden Fasern gebe es Spezialfirmen mit besonders geschultem Personal, betont Strobel. Und wenn Asbest in der Luft liegt, seien Schutzkleidung und Atemmaske ein Muss. Allein im letzten Jahr erkrankten nach Angaben der Berufsgenossenschaften 132 Menschen in Berlin an Krankheiten, die durch Kontakt mit Asbest hervorgerufen wurden, davon 45 im Baugewerbe. 15 Bauarbeiter in Berlin starben an Asbestose.

IG BAU Berlin: 65 Euro Lohnplus ab letztem Monat

Landschaftsgärtner in Berlin bekommen mehr Geld

Mehr Moos in der Lohntüte: Die Landschaftsgärtner bekommen ab diesem Monat mehr Geld. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt hingewiesen.Mehr "Moos" in der Lohntüte: Die Garten- und Landschaftsbauer in Berlin bekommen ab diesem Monat mehr Geld. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt hingewiesen. "Ab sofort müssen 3,2 Prozent mehr auf dem Lohnzettel stehen. Ein Landschaftsgärtner im Vollzeit-Job hat damit monatlich in den östlichen Teilen Berlins rund 60 Euro mehr in der Lohntüte, in den westlichen rund 65 Euro. Und ab November nächsten Jahres kommen im Osten noch einmal gut 57 Euro, im Westen der Stadt knapp 50 Euro obendrauf", sagt Erhard Strobel.

Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Berlin freut sich besonders über den überdurchschnittlichen Lohnanstieg beim Landschaftsgärtner-Nachwuchs: "Bei den Berliner Azubis steigen die Löhne sogar um vier Prozent. Das ist das richtige Signal an den Nachwuchs. Nur mit einer attraktiven Bezahlung können junge Menschen für den Beruf gewonnen werden."

Nach Angaben der IG BAU bekommen volljährige Azubis im ersten Lehrjahr ab sofort vier Prozent mehr, das macht insgesamt 525 Euro (bisher:505 Euro) in den östlichen Stadtteilen und 560 Euro (bisher: 540 Euro) in West-Berlin. Die Ausbildungsvergütung für das zweite Lehrjahr steigt um 25 Euro auf 630 im Osten der Stadt und auf 675 Euro im Westen. Im dritten Jahr kann der Nachwuchs dann mit 705 Euro (bisher 680 Euro) in den östlichen Stadteilen und 760 Euro (bisher: 730 Euro) in West-Berlin rechnen.

KfW fördert "Altersgerechtes Umbauen" nur noch bis zum Jahresende

Letzter Aufruf für Hausbesitzer in Berlin: Jetzt Fördergelder für Senioren-Wohnungen beantragen

1a-Altersvorsorge: Handgriffe im Bad, eine ebenerdige Dusche mit Sitz, breite Türen für den Rollator, Räume ohne Schwellen ... – so sieht die perfekte Senioren-Wohnung aus. Wer dafür noch eine staatliche Förderung mitnehmen möchte, muss sich allerdings beeilen: Zum Jahresende dreht die Bundesregierung den Geldhahn für das altersgerechte Umbauen zu, so die IG BAU.Letzter Aufruf fürs seniorengerechte Sanieren: Wer als Eigenheimbesitzer in Berlin sein Haus oder seine Wohnung fit machen will fürs Alter, der sollte sich beeilen. Denn das Programm "Altersgerechtes Umbauen" der KfW-Förderbank läuft zum Ende des Jahres aus. Darauf hat die IG BAU in Berlin hingewiesen.

"Eine Wohnung ohne Schwellen, mit breiten Türen, durch die später auch Rollator oder Rollstuhl passen, Haltegriffe im Bad, eine ebenerdige Dusche – das sind wichtige Umbaumaßnahmen, mit denen man die Wohnung perfekt fürs eigene Alter umrüstet", sagt Erhard Strobel.

Für den Bezirksvorsitzenden der IG BAU Berlin ist das seniorengerechte Sanieren "ein Stück Altersvorsorge". Es gehe darum, möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen zu können und diese nicht schon früh gegen einen Heimplatz tauschen zu müssen. "Man kann nur mit dem Kopf schütteln, dass die Bundesregierung den altersgerechten Umbau künftig nicht mehr fördern will und jetzt den Geldhahn einfach zudreht", so Erhard Strobel. Dies sei eine "staatliche Milchmädchenrechnung". Denn die späteren Heimkosten kämen den Sozialkassen enorm viel teurer.

Die IG BAU rät Berliner Haus- und Wohnungsbesitzern, mit dem seniorengerechten Sanieren nicht länger zu warten. Wer mit staatlicher Unterstützung umbauen wolle, müsse sich beeilen und rasch einen Antrag stellen. Die Zinskonditionen starten, so die IG BAU, derzeit bei effektiv einem Prozent. Alternativ zu Krediten hätten private Antragsteller auch die Möglichkeit, einen Zuschuss zu bekommen. Die Höhe des Zuschusses liege bei fünf Prozent der förderfähigen Kosten – maximal jedoch bei 2.500 Euro.

Üblicherweise dauere die Bearbeitung eines Kredit- oder Zuschussantrags bei der KfW fünf bis zehn Arbeitstage. Dazu komme noch einmal die Bearbeitungszeit der eigenen Hausbank, bei der ein Antrag auf einen Kredit gestellt werden müsse. Zuschüsse könnten bei der KfW direkt beantragt werden, so die IG BAU Berlin.

"Da zum Jahresende ein ‚Run auf die Förderung' zu erwarten ist, sollten Eigenheimbesitzer den vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Originalantrag möglichst bald zur KfW schicken. Er muss spätestens am 16. Dezember dort eingegangen sein", so Erhard Strobel.

Mehr zur Förderung des altengerechten Umbaus finden Eigenheimbesitzer im Internet. Dort sind auch die Anträge zu finden.

Hier der Link zum KfW-Kredit: http://www.kfw.de/kfw/de/Inlandsfoerderung/Programmuebersicht/Altersgerecht_Umbauen_-_Kredit/index.jsp

Und zum KfW-Zuschuss: http://www.kfw.de/kfw/de/Inlandsfoerderung/Programmuebersicht/Altersgerecht_Umbauen_-_Zuschuss/index.jsp

Aufbewahrungsfrist für Lohnunterlagen läuft aus

Renten-Check für ehemalige DDR-Beschäftigte in Berlin

Die Rentenuhr tickt – noch bis zum Jahresende: Beschäftigte in Berlin sollten in den nächsten Wochen ihren Rentenanspruch überprüfen. Darauf hat die IG BAU Berlin hingewiesen. Hintergrund der Aufforderung: Zum Jahreswechsel endet die Aufbewahrungsfrist für Lohnunterlagen aus ehemaligen DDR-Betrieben.

Last Call für Rentenanträge: Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Berlin, Erhard Strobel, appelliert an Versicherte, die zu DDR-Zeiten beschäftigt waren, jetzt ihren Rentenanspruch prüfen zu lassen. Ende des Jahres läuft die Aufbewahrungsfrist für DDR-Lohnunterlagen aus. “Wer bis dahin seinen Rentenanspruch nicht geklärt hat, steht am Ende mit leeren Händen da. Das gilt für alle Menschen in Berlin zwischen 37 und 64 Jahren, die in der ehemaligen DDR Beitragszeiten hatten“, sagt Erhard Strobel. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Berlin geht davon aus, dass in Berlin viele Hundert Menschen Anspruch auf eine höhere Rente haben.

Erhard Strobel verweist darauf, dass zu einem vollständigen Rentenbescheid auch die Beitragsjahre vor der Wende gehören. „Nur ein komplettes Rentenkonto bringt auch die volle Rente. Wer hier schludert, verliert unnötig Geld“, so Strobel. Nach Informationen der IG BAU sind bei der Deutschen Rentenversicherung noch über 280.000 Rentenkonten von ehemaligen DDR-Bürgern unvollständig – das entspricht einem Anteil von mehr als zehn Prozent. 

Strobel appelliert auch an die Versicherten, die ihre Unterlagen bereits vollständig zu Hause liegen haben: „Es kann immer mal passieren, dass man nach einem schweren Unfall zum Pflegefall wird. Wenn die Formulare dann in der eigenen Schreibtischschublade einstauben, nützt einem das herzlich wenig. Die Papiere müssen zu den Sachbearbeitern – und das möglichst schnell“, empfiehlt der IG BAU-Bezirksvorsitzende.

Alle Antragsunterlagen können Versicherte im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung-bund.de herunterladen.